Freitag, 27. Juni 2008

Hosenzwang im Erdbeerland*


Foto: Der Standard/Hendrich

So weit sind wir also schon: selbst in virtuellen Ländern wie dem Erdbeerland werden neuerdings strikte Einreisemodalitäten à la USA angewandt. Im Agrarparadies herrschen wahrlich "biblische" Zustände , Frau - zumindest im "sündigen" Rock gewandet - wird verbannt, die Erdbeere so zur verbotenen Frucht...

Dabei handelt es sich nicht etwa nur um Diskriminierung sondern um handfesten Rassismus. Ich frage mich, was passiert wenn ein Schotte vorbeikommt und Lust auf ein paar Erdbeeren verspürt, etwa Sean Connery...? oder der Dalai Lama!
Wie sieht es mit Hosenröcken aus?

*Der Standard 26.06.2008 Seite 8

Dabei sind Erdbeeren (vulgo "Ananas") so interessante Früchte: keine Beeren sondern Sammelnussfrüchte auf Rosengewächsen! Wikipedia
Unsere Gartenerdbeere (fragaria ananassa - so heißt die wirklich, was auch den wienerischen Namen erklärt!) stammt übrigens aus Amerika ;-)

Ich finde Erdbeeren auch unheimlich sexy. Für mich die erotischsten Früchte überhaupt. Mir fällt dazu spontan die Kühlschrankszene in 91/2 Wochen ein...

Erdbeeren als Friedenssymbol: "Strawberry Fields Forever" in der Version des Filmmusicals "Across the Universe" (2007)

Mittwoch, 18. Juni 2008

Liebeskummer lohnt sich nicht

Meine ultimative Emergency-Playlist

Wer "I will survive" & Co nicht mehr hören kann, hier ein paar Alternativen, die in meinem musikalischen Emergency Kit Platz gefunden haben:

Neuheiten:

A Fine Frenzy: Almost Lover
sie schrieb diesen Song angeblich in den Nachwehen einer enttäuschten Liebe zu einem feurigen Spanier... Der Don Juan ist weit weg, der Song ein Hit! Ein perfektes Beispiel wie man negative Emotionen in kreative Energie umwandeln kann.

Sheryl Crow: Diamond Ring die bittersüßen Erinnerungen an Lance...

Meine Favorits:

Robbie Williams: Something Beautiful sein Wunsch in Gottes Ohr...

Dido: White Flag mit wehenden Fahnen untergehen und sich doch nicht zu ergeben ...

Retro-Tröster:

Hildegard Knef: "Für mich soll´s rote Rosen regnen" (in der Version mit Extrabreit)
Zarah Leander: "Nur nicht aus Liebe weinen", "Kann denn Liebe Sünde sein", "Ich weiß es wird einmal ein Wunder gescheh´n", "Davon geht die Welt nicht unter"... (die Frau muß auch einige Auf und Abs erlebt haben... ;-)
Edith Piafs Hymne: "Non, Je ne regrette rien" (in der Filmversion mit Oscarpreisträgerin Marion Cotillard)
und der Vollständigkeit halber: das Original von Siw Malmkvist: "Liebeskummer lohnt sich nicht"

Dienstag, 17. Juni 2008

Cordoba ist weit weg - Forza Azzuri!

Was bleibt von der EM in Wien?
(Mein Foto: ein Schmutzabdruck auf einer Hausmauer)


Italy what else..?
Mein Zugeständnis an das Großevent an dem kein(e) WienerIn vorbeikommt...

Samstag, 14. Juni 2008

Girl meets Boy

Während einige Schreibfaulere meiner Online-Dates regelrecht darauf drängen einander doch gleich zu treffen, möglichst ohne vorab das Foto freizugeben - weil doch die inneren Werte zählen - stellte sich für mich heraus, dass es gar nicht so einfach ist, meine Finalisten zum F2F-Casting zu bekommen…

Nach ein paar Wochen (!) harmlosen und oft aussagelosem hin- und her Mailen wurden dann endlich die Daten getauscht und es ging daran eine Verabredung zu treffen. Dabei erwiesen sich meine Online Verehrer oft als eher entscheidungsschwach, wann … man ist ja so verplant … und erst recht wo…

Dann kamen nicht selten diverse Geschäftsreisen, Segeltörns in der Karibik und Grippewellen dazwischen und so wurden die Dates mit manch zögerlichem Kandidaten mehrfach verschoben, was mich dann doch hinterfragen ließ, ob sie denn überhaupt ernsthaft jemanden kennen lernen möchten, geschweige denn an einer Beziehung interessiert sind, wenn sie nicht einmal Zeit für ein erstes Treffen erübrigen können. Und wozu dann weiter Zeit für sinnloses Email-Geplänkel verschwenden. Die „Verabschieden-Taste“ kam hier auf den letzten Metern doch wieder sehr gelegen…

Mit den Entscheidungsfreudigeren unter meinen neuen „Brieffreunden“ kam es dann doch zu ein paar Dates in der wirklichen Welt, wobei auch hier die Auswahl des Lokals mitunter einen längeren Sondierungsprozess erforderte.

Fast ebenso viele Gedanken machte ich mir immerhin auch über meine Garderobe für das erste Date… man will ja schließlich den bestmöglichen Eindruck – und keinesfalls den Falschen – machen! Da gilt es jede Menge Entscheidungen zu treffen: Rock oder Hose, Ausschnitt oder hochgeschlossen, Haare offen oder Zopf, Pumps oder Ballerinas… usw. Die Herren machen sich bestimmt nicht halb so viele Gedanken, wenn überhaupt… im Gegenteil, wenn sie wüssten, welch Aufwand unsereins vor einem ersten Date betreibt, würden sie erst recht einen Rückzieher machen… weil wir schlichtweg zu kompliziert für sie sind!

Das erste Date

Besondere Beliebtheit scheinen Vorstadtgasthäuser zu solchen Anlässen zu genießen. Vielleicht auch ein Indiz dafür, dass man nicht ganz dazu steht diese Art der Freundschafts-Anbahnung zu bemühen?

Immerhin waren alle meine Dates ausnehmend pünktlich, und dank Foto erkannte ich sie auch gleich, und keiner ist erschrocken weggelaufen… und ich hatte auch keinen Grund dazu. Auch wenn sehr bald klar war, dass es sich nicht um den Prinzen handelt, waren es durch die Bank sehr nette Abende, es wurde meist sogar viel gelacht und alle samt zeigten sich als vollendete Gentlemen und ließen erst gar keine Diskussion aufkommen wer am Ende bezahlt. Keinesfalls selbstverständlich, für mich auch nicht unbedingt erforderlich aber doch sehr nett!

Die ersten Dates mit den Finalisten vergingen also recht kurzweilig, mit angeregten Gesprächen über „Gott und die Welt“. Es wurden Gemeinsamkeiten ausgelotet und die Beweggründe der Konsultierung der bewussten Online-Plattform ebenso wie die bisherige Erfahrung damit abgefragt. Dabei stellte sich heraus, dass die Männer nicht nur ungleich weniger Zuschriften von proaktiven Frauen bekommen sondern teils auch ziemlich heftige Erfahrungen machten – welche mir ja, Gott sei Dank, erspart blieben. Einer meiner Dates hatte es vor mir gar mit einer Alkoholikerin und mit einem Transsexuellen, der ihn nach der Verabschiedung dann noch stalkte, zu tun. Männer haben es auch nicht immer leicht!

Ich muss sagen, ich war recht zufrieden mit meiner Wahl, immerhin bescherte es mir ein paar nette Abende und wer weiß, was noch kommt…

To be continued…

ein anderer super Film zum Thema: Must Love Dogs



Panarea




Meine Insel:
Panarea, Liparische (Äolische) Inseln, Sizilien, Italien - Weltkulturerbe

http://www.panarea.net/
http://www.panarea.com/
http://www.estateolie.it/panarea.htm
weil ich nicht immer dort sein kann: der Duft der Insel

Living in my Shoes

Mein Schuh-Tick:

Beim letzten Ausmisten wurde mir mal wieder mehr als klar: ich wohne in einem Schuhkarton. Mehr als sprichwörtlich. Zum einen ist meine Wohnung fast so klein wie ein solcher. Zum anderen habe ich viel zu viele davon, als in diese Miniwohnung passen, womit ich tatsächlich zwischen Stapeln von Schuhkartons lebe… beinahe jedenfalls.

Ich besitze gezählte 75 Paar Schuhe, Special Interest-Footwear wie Gummistiefel, Ski- und Eislaufschuhe, Rollerskates udgl. - was man halt so braucht - nicht mitgezählt, dabei habe ich mich im Zuge des letzten Ausmistens tapfer von sechs Paar (zugegebener Massen nicht mehr wirklich schönen) Schuhen getrennt.

Nun handelt es sich bei meinen Exponaten nicht um Manolos, Jimmy Choos oder Louboutins (leider) sondern viel mehr um Esprits, S´Olivers, und Buffalos im besten Fall um Tommy Hilfigers, Salamander und Schnäppchen aus Italien.

Erst kürzlich hab ich wieder euphorisch in meinem Lieblingsschuhgeschäft in Neapel zugeschlagen… 3 Paar hochmodische (meist uns in den Trends eine Saison voraus) Schühchen aus feinstem Leder – immerhin zu einem Preis für welchen ich in Wien mit viel Glück ein Paar erstehen könnte, niemals drei von dieser Qualität. Dabei ist das mit meiner Schuhgröße (E.I.N.U.N.D.V.I.E.R.Z.I.G.) eine echte Errungenschaft, da die Italienerinnen in diesem Fall eher auf kleineren Sohlen unterwegs sind.

Das Phänomen der Shoemaniacs ist leicht zu erklären. Im Unterschied zu Kleidungsstücken können auch weniger perfekt geformte Frauen chicke Schuhe tragen! Ich aber hab das Handicap 41…lebe also buchstäblich "auf zu großem Fuß";-)

"Man braucht ja auch wirklich nur 4 Paar: ein Paar Stiefel, ein Paar Sandalen, ein Paar Pumps für Schön und ein Paar bequeme Schuhe – in jeder Farbe versteht sich!" (Sonja Kraus)

Schuhe waren von jeher mehr als nur Notwendigkeit, ein wesentliches Accessoire, Ausdruck der Persönlichkeit:

Schuhe im Märchen: Cinderella (Grimm), The Red Shoes (Andsersen)
Schuhe im Film/TV: "In her Shoes" , SATC Schuhszene1 , Schuhszene2 , Schuhszene 3,
In der Musik: Kate Bush: "Red Shoes" Katie Melua: "Blue Shoes", Shanaia Twain "Shoes", Fergie "Mary Jane Shoes", Elvis "Blue Suede Shoes", ...

Schuh-Zitate:

„Ich weinte, weil ich keine Schuhe hatte, bis ich einen traf, der keine Füße hatte.“ (Helen Keller)

"Ehemänner sind wie Damenschuhe: am besten passen die, die ein bißchen unbequem sind".(Jacobsen, Karin)

"Gib einem Mädchen die richtigen Schuhe, und sie wird die Welt erobern". (Midler, Bette)

"Wenn Menschen Glück kaufen könnten wie Schuhe, würden sie es bestimmt eine Nummer zu groß nehmen". (Buck Pearl Sydenstricker)

"Before you criticize someone, you should walk a mile in their shoes. That way, when you criticize them, you're a mile away and you have their shoes." (Indian. Sprichwort - abgewandelt/ergänzt von Anonym)


Meine Schuh-Tricks:

Die einzige Chance einen derartigen Schuhpark auf kleinstem Raum zu verwalten: http://schuhrad.de/index.html

unverzichtbar für durchtanzte Nächte, Shoppingtripps in High-Heels und anderen Strapazen in ungeignetem aber schönem Schuhwerk... ;-) : Partyfeet Geleinlagen
Um Blasen vorzubeugen hilft erstaunlich gut der Compeed Anti Blasenstick, und wenn sie schon da sind: die Compeed Blasenpflaster retten den Trip (beides in Apotheken erhältlich)!

cool ist es nicht aber sicher manchmal sinnvoll... jedenfalls ein innovatives Produkt aus Österreich im Dienste unserer wertvollen High-Heels: http://heeldice.com schließlich sind gute Schuster schwer zu finden und teuer sowieso!

Schuh-Fundstücke:

Der Schuh der Trainiert für Plattfüße und Flachländer...
Fußkondome kein Scherz! klingt aber bequem...

Dienstag, 20. Mai 2008

Gefallene Bengel

Was wurde aus dem Mädchenschwarm unserer Jugendzeit – als wir alle noch „gleich“ waren, die selbe vielversprechende ungewisse Zukunft hatten und unbeschwert vorrangig auf der Suche nach Spaß waren?. Als wir alle die selben Platten hörten, die selben Seifenopern glotzten, die selben Clubs frequentierten und die selben Träume hatten und eben jene, die das Glück hatten den Tick besser auszusehen als der pickelige Streber oder das gescheitelte Muttersöhnchen, mit dem Hauch Verruchtheit, Witz und Frechheit "unsere Welt" regierten. Sie hatten jede Woche eine Andere, wurden von allen angehimmelt und von den schüchternen Klassenkameraden beneidet…

Im wirklichen Leben hat das Bisschen Charme und Good Looks dann doch nicht gereicht. Die einstigen „Looser“ haben sie längst überholt. Wer nicht tatsächlich Dressman-Qualitäten hat oder andere Zusatzqualifikationen, wie Beckham, Pitt & Co. bleibt über. Heute zählt eben doch mehr Ehrgeiz, Können und Fleiss. So sind es die „Streber“, und die verschrobenen „Genies“ von einst, die nun den Porsche für jede Lebenslage (den Oldtimer zum Basteln, das schnittige Cabrio für den schnellen Kaffee am Wörthersee und den SUV für den Skiurlaub mit den Kids aus erster Ehe) vor der Türe stehen haben, die mit modelsgleichen Wesen beim Szene-Italiener Cartizze schlürfen und die alten Hadern aus High-End Boxen im Penthouse erklingen lassen. Deren cooler Job und der Erfolg machen heute einen ungleich sexieren Fuß…

Und so bleibt der Sunnyboy von einst auf der Strecke…

Der Waschbrettbauch ist einem Bierbauch gewichen, die Haare werden schütter, die Zähne gehören gemacht… Wenn dann noch echte Fehlgriffe, Enttäuschungen und gröbere Dummheiten dazu kommen, Misserfolge im Job – vielleicht sogar ein paar gravierende Fehlleistungen – heißt´s irgendwann deutlich kürzer treten, bescheidener sein, es doch billiger zu geben… sich zähmen lassen.

Der gefallene Bengel, wird dann zum super soften, genügsamen, treuen, ergebenen - "schmähstaden"- Pantoffelhelden starker Frauen, die solch einen etwas trübe gewordenen „Diamanten“ adoptieren, domestieren … in vollem Bewusstsein, keinen gar so tollen Hecht an der Angel zu haben, weil nicht so erfolgreich… dafür aber auch weniger Macho, weniger Alphatier, mehr Schoßhündchen… pflegeleichter, dankbarer. Wenn man von ein paar Macken oder Defekten absieht.

Hie und da – ganz selten noch – kommt er doch durch, der einstige „Lausbub“: ein dreckiges Lachen über schmutzige Witze, ein unverhohlener Blick in pralle Dekolletés, ein Bier zu viel am Männerabend… mit den Freunden von damals: „weißt Du noch…“

Ich bin eine starke Frau und kann und möchte mich durchaus selbst erhalten, nicht ausgehalten und dominiert werden… aber ich bin auch (noch) nicht bereit die Ausschussware zu kaufen… ich träume noch vom anschmiegsamen Alphatier, dem Macho der starke Frauen respektiert und doch die Schulter zum gelegentlichen anlehnen entgegenstreckt, einem Partner auf Augenhöhe…

Noch…

Montag, 5. Mai 2008

Nachrichten von Planet Mars

Die erste Nachricht an jemand völlig Fremden zu schreiben ist alles andere als leicht, das gebe ich zu. Daher habe ich das - in diesem Fall ganz konservativ und Weibchen - auch gerne dem „starken Geschlecht“ überlassen.

Die Anschreiben fielen dann meist auch entsprechend nichtssagend aus, was die „Auswahl“, abseits des im Idealfall freigeschaltenen Fotos, der Eckdaten im Profil und der zu vernachlässigenden „Matchingpoints“ auch entsprechend schwer macht. Darauf dann eine Antwort zu formulieren ist somit eine ebensolche Herausforderung, wenn man nicht wenigstens ein Detail findet an das man anknüpfen kann, wie Gemeinsamkeiten, herausfordernde Formulierungen im Profil oder interessante Hobbies, Lieblingsorte/musik/gegenstände (wie z.B. eine Truhe aus den Emiraten die mein reges Interesse geweckt hat!).

Auch hier wird gerne versucht mit „Mein Haus am Stadtrand“, „mein Boot“, „Mein Feigenbäumchen“, "meine Golden Retriever Dame", „mein Pool“ und „mein Kamin“… zu imponieren.

Während die meisten doch eher mit Worten geizen und man den Kandidaten auch noch im darauf folgenden Mailverkehr die sprichwörtlichen "Rosinen aus der Nase ziehen muss" , erhielt ich auch ein paar Endlosmails, die teils recht witzig und informativ gehalten waren. Manche waren aber auch nur fad und voll von Selbstmitleid (bin so einsam und verlassen, betrogen..) oder Selbstbeweihräucherung (meine Reisen, meine Erfolge, meine exotischen Hobbies..) bis hin zum utopischen Anforderungskatalog an die Traumfrau. Träum weiter! Dabei handelte es sich zuweilen auch eindeutig um unpersönliches "copy paste"-Material, womit sich mal wieder die alte Weisheit "Qualität vor Quantität" bewahrheitet..

Witzig finde ich übrigens immer gut. Informativ wäre sinnvoll um einander vorab ein bisschen kennen zu lernen. All zu viele offensichtliche Rechtschreib- und Grammatikfehler (Tippfehler passieren uns allen aber ich meine wiederholte echte Fehler mangels besserem Wissen) sind ein K.O.-Kriterium bei mir... sorry, da bin ich eigen...

Erstaunlich ist, dass die Männer hier dann doch die Schreibfreudigeren sind. Vielleicht ist der relativ kurze Antwortintervall aber auch Ausdruck des hohen Aktivitätsgrades am Online-Datingsektor? Einem meiner Favorites konnte es gar nicht schnell genug gehen, dass ich antworte. Ich bekam sogar böse Abmahnungen ich möge doch künftig rascher antworten... und dennoch hat mich das gereizt herauszufinden was dahinter steckt...

Praktisch ist der Button "Verabschieden" der mit einem Mouseklick eine dezente Abschiedsnachricht an "durchgefallene Kandidaten" verschickt. Freilich in beide Richtungen, aber das finde ich mehr als ok. Wäre das Leben nur immer so einfach und ehrlich. Ich war schon immer ein Fan von Brieflosen, die nicht wochenlang hoffen und auf die Ziehung warten lassen sondern hier und jetzt, Schwarz auf Weiß konstatieren: "leider nicht". Kurz und schmerzlos. Auf zu Neuem!

So trennt sich denn doch sehr rasch die „Spreu vom Weizen“, zumindest im virtuellen Sinne erstmal…

to be continued...


Einer meiner absoluten Lieblingsfilme: You´ve got Mail; träumen darf man ja...

Sonntag, 4. Mai 2008

Ein Bild sagt mehr als taused Worte

"Ein Lächeln ist die kürzeste Verbindung zwischen zwei Menschen“
(Victor Borge)

Die Fotos der Online-Prinzen sprechen dann oft Bände. Dabei meine ich gar nicht unbedingt das Aussehen selbst. Schließlich wie hat schon Torbergs Tante Jolesch so treffend bemerkt: „Alles was ein Mann schöner ist als ein Aff’ ist Luxus!“ Dennoch kann ein Bild durch ein Lächeln überzeugen und damit virtuell Brücken schlagen...

... oder aber durch seltsame Bildgestaltung abschrecken. Dabei ist die Absicht meist mehr als durchschaubar. Angeschnittene Fotos um den hohen Haaransatz zu kaschieren ist noch der harmloseste „Trick“. Gerne werden auch ausgesuchte „Accessoires“ eingesetzt um über etwaige Defizite hinwegzutäuschen und zielgruppengerecht zu punkten. Besonders beliebt sind dabei Kätzchen und Hunde, gerne aber auch Blumen und Luftballons oder Statussymbole Marke „Mein Haus“, „Mein Boot“ oder „Mein Auto“. Bildfüllende Lamborghinis (den er im schlimmsten Fall nicht mal korrekt aussprechen* kann) im Vordergrund um vom Unterdurchschnittstypen im Hintergrund abzulenken sind schon sehr plump. Ob solche Kandidaten damit „die Richtge“ anlocken ist mehr als fragwürdig aber ich wünsche ihnen an dieser Stelle jedenfalls viel Glück.

"Mr. Lamborghini" wollte sein Bild eh lange nicht freischalten und hatte dann auch Bedenken ich könnte ihn wegen seines Aussehens frühzeitig löschen. Das tat ich erst fünf Minuten nachdem ich sein Bild öffnete, als eine zweite Nachricht von ihm, allerdings nicht für mich sondern für „Helga“ eintraf… blöder Fehler!

Was jemand bezweckt der sich auf einem Treppenlift ablichten lässt und dieses Foto in seinem Online-Dating-Profil verwendet entzieht sich selbst meiner Phantasie und mein Recherchewille ging dann doch nicht soweit es herausfinden zu wollen…

Ähnliche „Tricks“ vermute ich bei der Selbstbeschreibung. Unter den meistgenannten Eigenschaften rangieren „hauslich“, „kinderlieb“ und „verständnisvoll“ in den Top5. Zugegeben ist das nur meine Theorie, denn um dies zu überprüfen müsste man eine längere empirische Untersuchung vornehmen und in einer repräsentativen Menge ist das wohl nicht möglich… und auch nicht mein Ehrgeiz ;-).

to be continued...

mein Profilfoto -
nicht freigeschalten...

[...] Überhaupt muss er Kubicki gleich mal korrigieren. Der möge doch bitte nicht "Lambordschini" zum "Lamborghini" sagen. Piëch: "Jeder, der sich einen Lamborghini kauft, kann den Namen aussprechen, wie er will. Wer sich ihn aber nicht leisten kann, soll es richtig sagen." [...] (Birgit Baumann, Braunschweig, DER STANDARD, Print-Ausgabe, 10.01.2008)