Samstag, 14. Juni 2008

Panarea




Meine Insel:
Panarea, Liparische (Äolische) Inseln, Sizilien, Italien - Weltkulturerbe

http://www.panarea.net/
http://www.panarea.com/
http://www.estateolie.it/panarea.htm
weil ich nicht immer dort sein kann: der Duft der Insel

Living in my Shoes

Mein Schuh-Tick:

Beim letzten Ausmisten wurde mir mal wieder mehr als klar: ich wohne in einem Schuhkarton. Mehr als sprichwörtlich. Zum einen ist meine Wohnung fast so klein wie ein solcher. Zum anderen habe ich viel zu viele davon, als in diese Miniwohnung passen, womit ich tatsächlich zwischen Stapeln von Schuhkartons lebe… beinahe jedenfalls.

Ich besitze gezählte 75 Paar Schuhe, Special Interest-Footwear wie Gummistiefel, Ski- und Eislaufschuhe, Rollerskates udgl. - was man halt so braucht - nicht mitgezählt, dabei habe ich mich im Zuge des letzten Ausmistens tapfer von sechs Paar (zugegebener Massen nicht mehr wirklich schönen) Schuhen getrennt.

Nun handelt es sich bei meinen Exponaten nicht um Manolos, Jimmy Choos oder Louboutins (leider) sondern viel mehr um Esprits, S´Olivers, und Buffalos im besten Fall um Tommy Hilfigers, Salamander und Schnäppchen aus Italien.

Erst kürzlich hab ich wieder euphorisch in meinem Lieblingsschuhgeschäft in Neapel zugeschlagen… 3 Paar hochmodische (meist uns in den Trends eine Saison voraus) Schühchen aus feinstem Leder – immerhin zu einem Preis für welchen ich in Wien mit viel Glück ein Paar erstehen könnte, niemals drei von dieser Qualität. Dabei ist das mit meiner Schuhgröße (E.I.N.U.N.D.V.I.E.R.Z.I.G.) eine echte Errungenschaft, da die Italienerinnen in diesem Fall eher auf kleineren Sohlen unterwegs sind.

Das Phänomen der Shoemaniacs ist leicht zu erklären. Im Unterschied zu Kleidungsstücken können auch weniger perfekt geformte Frauen chicke Schuhe tragen! Ich aber hab das Handicap 41…lebe also buchstäblich "auf zu großem Fuß";-)

"Man braucht ja auch wirklich nur 4 Paar: ein Paar Stiefel, ein Paar Sandalen, ein Paar Pumps für Schön und ein Paar bequeme Schuhe – in jeder Farbe versteht sich!" (Sonja Kraus)

Schuhe waren von jeher mehr als nur Notwendigkeit, ein wesentliches Accessoire, Ausdruck der Persönlichkeit:

Schuhe im Märchen: Cinderella (Grimm), The Red Shoes (Andsersen)
Schuhe im Film/TV: "In her Shoes" , SATC Schuhszene1 , Schuhszene2 , Schuhszene 3,
In der Musik: Kate Bush: "Red Shoes" Katie Melua: "Blue Shoes", Shanaia Twain "Shoes", Fergie "Mary Jane Shoes", Elvis "Blue Suede Shoes", ...

Schuh-Zitate:

„Ich weinte, weil ich keine Schuhe hatte, bis ich einen traf, der keine Füße hatte.“ (Helen Keller)

"Ehemänner sind wie Damenschuhe: am besten passen die, die ein bißchen unbequem sind".(Jacobsen, Karin)

"Gib einem Mädchen die richtigen Schuhe, und sie wird die Welt erobern". (Midler, Bette)

"Wenn Menschen Glück kaufen könnten wie Schuhe, würden sie es bestimmt eine Nummer zu groß nehmen". (Buck Pearl Sydenstricker)

"Before you criticize someone, you should walk a mile in their shoes. That way, when you criticize them, you're a mile away and you have their shoes." (Indian. Sprichwort - abgewandelt/ergänzt von Anonym)


Meine Schuh-Tricks:

Die einzige Chance einen derartigen Schuhpark auf kleinstem Raum zu verwalten: http://schuhrad.de/index.html

unverzichtbar für durchtanzte Nächte, Shoppingtripps in High-Heels und anderen Strapazen in ungeignetem aber schönem Schuhwerk... ;-) : Partyfeet Geleinlagen
Um Blasen vorzubeugen hilft erstaunlich gut der Compeed Anti Blasenstick, und wenn sie schon da sind: die Compeed Blasenpflaster retten den Trip (beides in Apotheken erhältlich)!

cool ist es nicht aber sicher manchmal sinnvoll... jedenfalls ein innovatives Produkt aus Österreich im Dienste unserer wertvollen High-Heels: http://heeldice.com schließlich sind gute Schuster schwer zu finden und teuer sowieso!

Schuh-Fundstücke:

Der Schuh der Trainiert für Plattfüße und Flachländer...
Fußkondome kein Scherz! klingt aber bequem...

Dienstag, 20. Mai 2008

Gefallene Bengel

Was wurde aus dem Mädchenschwarm unserer Jugendzeit – als wir alle noch „gleich“ waren, die selbe vielversprechende ungewisse Zukunft hatten und unbeschwert vorrangig auf der Suche nach Spaß waren?. Als wir alle die selben Platten hörten, die selben Seifenopern glotzten, die selben Clubs frequentierten und die selben Träume hatten und eben jene, die das Glück hatten den Tick besser auszusehen als der pickelige Streber oder das gescheitelte Muttersöhnchen, mit dem Hauch Verruchtheit, Witz und Frechheit "unsere Welt" regierten. Sie hatten jede Woche eine Andere, wurden von allen angehimmelt und von den schüchternen Klassenkameraden beneidet…

Im wirklichen Leben hat das Bisschen Charme und Good Looks dann doch nicht gereicht. Die einstigen „Looser“ haben sie längst überholt. Wer nicht tatsächlich Dressman-Qualitäten hat oder andere Zusatzqualifikationen, wie Beckham, Pitt & Co. bleibt über. Heute zählt eben doch mehr Ehrgeiz, Können und Fleiss. So sind es die „Streber“, und die verschrobenen „Genies“ von einst, die nun den Porsche für jede Lebenslage (den Oldtimer zum Basteln, das schnittige Cabrio für den schnellen Kaffee am Wörthersee und den SUV für den Skiurlaub mit den Kids aus erster Ehe) vor der Türe stehen haben, die mit modelsgleichen Wesen beim Szene-Italiener Cartizze schlürfen und die alten Hadern aus High-End Boxen im Penthouse erklingen lassen. Deren cooler Job und der Erfolg machen heute einen ungleich sexieren Fuß…

Und so bleibt der Sunnyboy von einst auf der Strecke…

Der Waschbrettbauch ist einem Bierbauch gewichen, die Haare werden schütter, die Zähne gehören gemacht… Wenn dann noch echte Fehlgriffe, Enttäuschungen und gröbere Dummheiten dazu kommen, Misserfolge im Job – vielleicht sogar ein paar gravierende Fehlleistungen – heißt´s irgendwann deutlich kürzer treten, bescheidener sein, es doch billiger zu geben… sich zähmen lassen.

Der gefallene Bengel, wird dann zum super soften, genügsamen, treuen, ergebenen - "schmähstaden"- Pantoffelhelden starker Frauen, die solch einen etwas trübe gewordenen „Diamanten“ adoptieren, domestieren … in vollem Bewusstsein, keinen gar so tollen Hecht an der Angel zu haben, weil nicht so erfolgreich… dafür aber auch weniger Macho, weniger Alphatier, mehr Schoßhündchen… pflegeleichter, dankbarer. Wenn man von ein paar Macken oder Defekten absieht.

Hie und da – ganz selten noch – kommt er doch durch, der einstige „Lausbub“: ein dreckiges Lachen über schmutzige Witze, ein unverhohlener Blick in pralle Dekolletés, ein Bier zu viel am Männerabend… mit den Freunden von damals: „weißt Du noch…“

Ich bin eine starke Frau und kann und möchte mich durchaus selbst erhalten, nicht ausgehalten und dominiert werden… aber ich bin auch (noch) nicht bereit die Ausschussware zu kaufen… ich träume noch vom anschmiegsamen Alphatier, dem Macho der starke Frauen respektiert und doch die Schulter zum gelegentlichen anlehnen entgegenstreckt, einem Partner auf Augenhöhe…

Noch…

Montag, 5. Mai 2008

Nachrichten von Planet Mars

Die erste Nachricht an jemand völlig Fremden zu schreiben ist alles andere als leicht, das gebe ich zu. Daher habe ich das - in diesem Fall ganz konservativ und Weibchen - auch gerne dem „starken Geschlecht“ überlassen.

Die Anschreiben fielen dann meist auch entsprechend nichtssagend aus, was die „Auswahl“, abseits des im Idealfall freigeschaltenen Fotos, der Eckdaten im Profil und der zu vernachlässigenden „Matchingpoints“ auch entsprechend schwer macht. Darauf dann eine Antwort zu formulieren ist somit eine ebensolche Herausforderung, wenn man nicht wenigstens ein Detail findet an das man anknüpfen kann, wie Gemeinsamkeiten, herausfordernde Formulierungen im Profil oder interessante Hobbies, Lieblingsorte/musik/gegenstände (wie z.B. eine Truhe aus den Emiraten die mein reges Interesse geweckt hat!).

Auch hier wird gerne versucht mit „Mein Haus am Stadtrand“, „mein Boot“, „Mein Feigenbäumchen“, "meine Golden Retriever Dame", „mein Pool“ und „mein Kamin“… zu imponieren.

Während die meisten doch eher mit Worten geizen und man den Kandidaten auch noch im darauf folgenden Mailverkehr die sprichwörtlichen "Rosinen aus der Nase ziehen muss" , erhielt ich auch ein paar Endlosmails, die teils recht witzig und informativ gehalten waren. Manche waren aber auch nur fad und voll von Selbstmitleid (bin so einsam und verlassen, betrogen..) oder Selbstbeweihräucherung (meine Reisen, meine Erfolge, meine exotischen Hobbies..) bis hin zum utopischen Anforderungskatalog an die Traumfrau. Träum weiter! Dabei handelte es sich zuweilen auch eindeutig um unpersönliches "copy paste"-Material, womit sich mal wieder die alte Weisheit "Qualität vor Quantität" bewahrheitet..

Witzig finde ich übrigens immer gut. Informativ wäre sinnvoll um einander vorab ein bisschen kennen zu lernen. All zu viele offensichtliche Rechtschreib- und Grammatikfehler (Tippfehler passieren uns allen aber ich meine wiederholte echte Fehler mangels besserem Wissen) sind ein K.O.-Kriterium bei mir... sorry, da bin ich eigen...

Erstaunlich ist, dass die Männer hier dann doch die Schreibfreudigeren sind. Vielleicht ist der relativ kurze Antwortintervall aber auch Ausdruck des hohen Aktivitätsgrades am Online-Datingsektor? Einem meiner Favorites konnte es gar nicht schnell genug gehen, dass ich antworte. Ich bekam sogar böse Abmahnungen ich möge doch künftig rascher antworten... und dennoch hat mich das gereizt herauszufinden was dahinter steckt...

Praktisch ist der Button "Verabschieden" der mit einem Mouseklick eine dezente Abschiedsnachricht an "durchgefallene Kandidaten" verschickt. Freilich in beide Richtungen, aber das finde ich mehr als ok. Wäre das Leben nur immer so einfach und ehrlich. Ich war schon immer ein Fan von Brieflosen, die nicht wochenlang hoffen und auf die Ziehung warten lassen sondern hier und jetzt, Schwarz auf Weiß konstatieren: "leider nicht". Kurz und schmerzlos. Auf zu Neuem!

So trennt sich denn doch sehr rasch die „Spreu vom Weizen“, zumindest im virtuellen Sinne erstmal…

to be continued...


Einer meiner absoluten Lieblingsfilme: You´ve got Mail; träumen darf man ja...

Sonntag, 4. Mai 2008

Ein Bild sagt mehr als taused Worte

"Ein Lächeln ist die kürzeste Verbindung zwischen zwei Menschen“
(Victor Borge)

Die Fotos der Online-Prinzen sprechen dann oft Bände. Dabei meine ich gar nicht unbedingt das Aussehen selbst. Schließlich wie hat schon Torbergs Tante Jolesch so treffend bemerkt: „Alles was ein Mann schöner ist als ein Aff’ ist Luxus!“ Dennoch kann ein Bild durch ein Lächeln überzeugen und damit virtuell Brücken schlagen...

... oder aber durch seltsame Bildgestaltung abschrecken. Dabei ist die Absicht meist mehr als durchschaubar. Angeschnittene Fotos um den hohen Haaransatz zu kaschieren ist noch der harmloseste „Trick“. Gerne werden auch ausgesuchte „Accessoires“ eingesetzt um über etwaige Defizite hinwegzutäuschen und zielgruppengerecht zu punkten. Besonders beliebt sind dabei Kätzchen und Hunde, gerne aber auch Blumen und Luftballons oder Statussymbole Marke „Mein Haus“, „Mein Boot“ oder „Mein Auto“. Bildfüllende Lamborghinis (den er im schlimmsten Fall nicht mal korrekt aussprechen* kann) im Vordergrund um vom Unterdurchschnittstypen im Hintergrund abzulenken sind schon sehr plump. Ob solche Kandidaten damit „die Richtge“ anlocken ist mehr als fragwürdig aber ich wünsche ihnen an dieser Stelle jedenfalls viel Glück.

"Mr. Lamborghini" wollte sein Bild eh lange nicht freischalten und hatte dann auch Bedenken ich könnte ihn wegen seines Aussehens frühzeitig löschen. Das tat ich erst fünf Minuten nachdem ich sein Bild öffnete, als eine zweite Nachricht von ihm, allerdings nicht für mich sondern für „Helga“ eintraf… blöder Fehler!

Was jemand bezweckt der sich auf einem Treppenlift ablichten lässt und dieses Foto in seinem Online-Dating-Profil verwendet entzieht sich selbst meiner Phantasie und mein Recherchewille ging dann doch nicht soweit es herausfinden zu wollen…

Ähnliche „Tricks“ vermute ich bei der Selbstbeschreibung. Unter den meistgenannten Eigenschaften rangieren „hauslich“, „kinderlieb“ und „verständnisvoll“ in den Top5. Zugegeben ist das nur meine Theorie, denn um dies zu überprüfen müsste man eine längere empirische Untersuchung vornehmen und in einer repräsentativen Menge ist das wohl nicht möglich… und auch nicht mein Ehrgeiz ;-).

to be continued...

mein Profilfoto -
nicht freigeschalten...

[...] Überhaupt muss er Kubicki gleich mal korrigieren. Der möge doch bitte nicht "Lambordschini" zum "Lamborghini" sagen. Piëch: "Jeder, der sich einen Lamborghini kauft, kann den Namen aussprechen, wie er will. Wer sich ihn aber nicht leisten kann, soll es richtig sagen." [...] (Birgit Baumann, Braunschweig, DER STANDARD, Print-Ausgabe, 10.01.2008)

Mittwoch, 23. April 2008

Fussballfieber

Die Frühwehen der nahenden Heim-EM haben voll eingesetzt. Was mir jetzt schon auf die Nerven geht.

Fieber ist ja bekanntlich eine Abwehrreaktion und tatsächlich macht mich der Hype um das Fussballgroßereignis in unserer schönen Stadt krank.

EURO hier EURO da, in jeder Lebenslage und jedem Winkel lachen einem Trix und Flix – die lustigen Maskottchen – entgegen.
Für alle möglichen und unmöglichen Produkte wird offiziell (als Sponsor) und super-originell-inoffiziell - Ambush- oder Schmarotzermarketing nennt man das dann – mit Fußball-Assoziationen geworben. Auch wenn der Konnex gar nicht immer nachvollziehbar ist.
Bei Flatscreens, Bier, Softdrinks, Chips und Co. kann ich es ja noch nachvollziehen , bei Dosensuppe, Kaugummi, Handybetreibern und Zeitungen ist auch noch eine gewisse Logik erkennbar aber bei Küchenrollen, Banken, Kreditkarten und sogar Arzneimitteln fehlt mir der Konnex…

"*icken statt kicken!"


Und überhaupt sind Fußball-Junkies denn die einzige Zielgruppe? Oder glauben die Werbefuzzis tatsächlich das spricht uns alle an? Also mich nicht! Im Gegenteil mich turnt das eher ab. Bestimmt ist auch bei so manchem fussballaffinen potenziellen Kunden der Overkill bald erreicht.

ganz offiziell: "The unofficial Fanline"

Die Fanmeile der Lüfte, mit Zwangs-Fanadjustierung des Bordpersonals. Die besonders chicen und bestimmt gar nicht warmen, "sommerlichen" Schals der HostesSen grenzen an Körperperverletzung... da bin ich echt froh, dass sie mich seinerzeit in den späten 80ern bei der Aua nicht genommen haben!


und überhaupt im Juni bleib ich in den Aussenbezirken!... ;-)

Unglaublich cool und super süß

Die selbstbewußte Selbstbeschreibung der Online-Werber und was dahinter steckt.

Es ist bestimmt nicht leicht das eigene Aussehen hinlänglich zu beschreiben. Ich habe mich so beschrieben: groß, blond, weiblich. Damit habe ich vielleicht nicht sehr viel ausgesagt aber zumindest weder übertrieben noch gelogen.

Erstaunlich finde ich aber doch das Selbstbewusstsein mancher Herren.

Der unglaublich coole, super Süße war in der Realität eher mysteriös bis fad. Vor dem ersten Treffen sandte er mir erstmal jede Menge Fotos von sich, in Fotografenqualität, worauf er schon sympathisch wirkte.
Nach persönlicher Betrachtung würde ich ihn so beschreiben: Stechender Blick, süffisantes Schmunzeln und merkwürdiges Outfit. Ich habe ihn gezählte 8 mal – wir haben einen Salsakurs gemeinsam besucht – in mausgrauen, „klimaregulierenden“ Multifunktionsshirts gesehen. Wobei er immerhin mehr als Eines, wenngleich lauter Idente davon zu besitzen scheint. Dabei dürfte er „Multifunktion“ wörtlich nehmen, denn er trug es nicht nur zur sportlichen oder tänzerischen Betätigung – Salsa ist ja tatsächlich ein schweißtreibendes Vergnügen – sondern auch im Alltag. So hat er sich zum Tanzkurs zwar umgezogen, davor und danach jedoch das Gleiche – nicht das Selbe! wie er mir jedenfalls versicherte – pflegeleichte Shirt an.
Seine künstlerische Ader wollte er damit beweisen, in dem er mir Zugang zu seinem Webalbum gewährte. Darauf befanden sich vornehmlich Fotos von seiner Wohnung – einschließlich WC! Mehr Einblick hat echt keiner gewährt – fragt sich nur: wer will das?
Ansonsten erklärte er mir gerne die Welt: wie schädlich weißer Reis ist, welche Tanzschuhe ich wo erstehen soll und wie oft ich Salsa üben muss (um ihm würdig zu sein – schließlich fühlte er sich sogar dem Tanzlehrer überlegen) und seine hobbypsychologischen Thesen über Frauen.
Am Ende unseres Tanzkurses hat er immerhin treffend bemerkt, dass das mit uns beiden nicht passt… und damit hatte er ausnahmsweise sowas von recht! Seine Handynummer hatte ich schon gelöscht bevor ich noch in mein Auto gestiegen bin.

Nach dieser zwar amüsanten aber entbehrlichen Erfahrung beschloss ich „Alain Delon mit grünen Augen“ für den Wasserscheue ein K.O.-Kriterium wäre, ebenso wie „Mr. Big“ gleich gar nicht zu treffen und „Robert Redford 30 Jahre jünger mit umwerfender Ausstrahlung“ habe ich nicht mal mehr geantwortet.

to be continued...

Freitag, 18. April 2008

Selfwoman

Aufrisszone Baumarkt - was dem alleinstehenden Mann die Feinkostabteilung des urbanen Supermarkts am Samstag Morgen, ist der handwerklich begabten Singlefrau der nahegelegene Baumarkt....

Denn was in unseren Lieblingssoaps Standard zu sein scheint - hilfsbereite, zeitlich verfügbare und allzeit bereite Handwerker im Stile von Ally McBeals „Installateur mit Zusatzqualifikationen“ Victor Morrison (Jon Bon Jovi!), Susan Mayers „Nachbarschaftshelfer“ Mike Delfino (Desperate Housewives) und Marin Frists „naked Handyman“ Cash (Men in Trees) – bleibt im wirklichen Leben wohl eher Utopie…

Wer also nicht ein Vermögen für offizielle oder weniger offizielle professionelle Handwerker berappen will und auch nicht völlig von Freunden abhängig sein möchte, kommt früher oder später nicht umhin sich eine gewisse häuslich-handwerkliche Begabung zuzulegen um letztendlich „selbst Hand anzulegen“.

Ich habe viele (männliche) Freunde. Einige von ihnen haben mir auch schon oft bereitwillig Hilfe bei diversen Reparaturen, Renovierungen udgl. in Aussicht gestellt. Tatsächlich braucht es aber viel Geduld und häufig stellt sich auch heraus, dass man es selbst womöglich besser hingekriegt hätte…
So hab ich schon Legionen von Ikea-Billies zusammengeschraubt (sogar schon für Männer!), selbst tapeziert, ausgemalt, verfliest, verfugt, gespachtelt, gebohrt… bin mittlerweile eine wahre „Heimwerker-Queen“.*

Diese neue Selbständigkeit bringt durchaus auch positive Nebeneffekte mit sich, zum Beispiel neue Shoppingterritorien: den Baumarkt. Voll von brauchbaren bis sonderbaren kleinen und größeren Objekten. UND mitunter dem einen oder anderen Hammer Typen! Frau ist im Handwerkerparadies eine exotische Minderheit und erntet durchaus bewundernde Blicke, hilfsbereite Heimwerkerkings soweit das Auge reicht.
Fürs Auge wohlgemerkt, im Idealfall. Vielleicht für die Phantasie à la zuvor zitierter Seifenopern. Im Realitätscheck sähe es wahrscheinlich weniger romantisch aus:


Dieses Plakat hängt provokant vis à vis von meinem Fitnesstempel

Der hauptberufliche Baumarktkunde erfüllt zwar erwartungsgemäß ein bis zwei der Anforderungen unseres Aufgabenkatalogs „idealer Partner“ mit Bravour , für angeregte Konversation am Frühstückstisch und den Museumsbesuch am Sonntag Nachmittag wird es aber wahrscheinlich nicht reichen…

Der patente Selfman, der jeden Samstag Morgen die Werkzeug-Einkaufsliste für das Eigenheim abarbeitet, macht dies im seltensten Fall aus purer Selbstverwirklichung. Vielmehr handelt es sich dabei um akuten Nestbau, in Erfüllung des alten Lebenszieles eines „wahren Mannes“: ein Haus bauen, ein Kind zeugen und einen Baum pflanzen – hinsichtlich der Reihenfolge gibt es durchaus Variationen, meist ist jedoch tatsächlich die volle Serie im Programm. Dabei sind die Rollen Frau und Kind bereits besetzt. Die Nebenrolle Geliebte ist unter Umständen vakant… aber nicht meins.

Tja so bleibe ich dabei: „schauen darf man ja“ gebastelt wird daheim – allein und eigenhändig!


Shopping im Baumarkt: freche Shirts, die neue Kollektion sogar im Girlie cut: OBI Fun Shop
und ich habe auch schon sexy Gummistiefel im Baumarkt erstanden...

und hier das adäquate Werkzeug für trendy Selfwomen:




Lorelay sorgt für Heimwerkeraccessoirs mit Stil!

In bester Gesellschaft: Sonya Kraus als überzeugte Do-it-yourself Ikone und auch "Feuchtgebiete" Autorin Charlotte Roche scheint schon mal einem Abfluß in seiner vollen Grauslichkeit ansichtig geworden zu sein, so nennt sie im Interview Abflußreinigen als ungeliebte Tätigkeit.

*Über Elektroinstallationen traue ich mich freilich noch nicht, daher bin ich sehr dankbar einen professionellen Elektriker-Freund an der Hand zu haben (an dieser Stelle: großes Danke fürs Montieren meiner neuesten Errungenschaft, der lange gesuchten Designerlampe neulich!!!).


Mittwoch, 2. April 2008

Me is Me

It might not always be made-up and spotless around myself, a little chaotic maybe.
But there is more of myself in here than in your perfect cleanliness.
I might not be as balanced as you are,
therefore I am more authentic.
I might not see things as clear as you do
but I am straighter than you are.
Maybe I am not as conservative and secured as you are,
Instead I am here and now.
I am not as economic as you are,
whereas I am high in friendships, experiences and memories.
I don´t want to be hard-nosed like you,
passionate instead.
Slick like an eel you are,
Me, I´m not flawless at all
You are you
I am me
100%